Lexikon

Fettgedruckte Begriffe in den Erläuterungen werden in einem eigenen Punkt erklärt.

 


Arten von Distanzwettbewerben

  • Einführungswettbewerbe (EDR / EDF) 25-40 km (Mindestalter des Pferdes 5 Jahre)
  • Distanzen (KDR / KDF) 41-60 km (Mindestalter des Pferdes 6 Jahre)
  • Mittlere Distanzen (MDR / MDF) 61-80 km (Mindestalter des Pferdes 6 Jahre)
  • Lange Distanzen (LDR / LDF) 81-160 km (Mindestalter des Pferdes 7 Jahre)

 


Ausschreibung
Hier stehen alle wichtigen Informationen zum Wettbewerb, z.B. welche Streckenlänge(n) angeboten werden, in welchem Tempo geritten wird, wie die Höchstzeit ist, Anzahl, Art und Länge der Rittunterbrechungen, Termine für Vorbesprechung, Voruntersuchung und Siegerehrung.

 


Ausrüstung
Die Ausrüstung von Reiter, Fahrer und Pferd (incl. Hufschutz) ist freigestellt, muss jedoch verkehrssicher sein. Auflagen durch den Veranstalter, die die Ausrüstung betreffen, sind in der Ausschreibung möglich. Atembeengende Zäumung und direkt auf das Gebiss wirkende Hilfszügel wie Aufsatzzügel, Schlaufzügel oder Ausbinder und andere für Geländeritte unzweckmäßige Hilfsmittel, wie Tie-down, sind verboten.

 


Check-Karte
Wird an der Meldestelle ausgehändigt und muss während des Rittes mitgeführt werden. Hier werden die Zeiten, Pulswerte und die Ergebnisse der Tierarztuntersuchungen eingetragen.

 


Crew
siehe Trosser

 


Doping
Doping sowie unerlaubte Medikation sind verboten. Die Listen der verbotenen Substanzen und Methoden der Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln (ADMR) der LPO in der jeweils gültigen Fassung gelten uneingeschränkt. Als Pflegemittel sind ausschließlich Substanzen erlaubt, die ADMR-konform sind.

 


Einzelstart
jeder Teilnehmer geht einzeln an den Start. Bei Distanzfahrten die einzige Startart.

 


Gangwerk
siehe Vortraben

 


Gebühren
Umfassen in der Regel Nenngeld, Startgeld, Weide- bzw. Stallgeld, Nachnenngebühr und VDD-Nichtmitgliederabgabe. Die Höhe der Gebühren wird in der Ausschreibung bekanntgegeben.

 


gleitender Start
Bei gleitendem Start gehen die Reiter innerhalb eines vom Veranstalter vorgegebenen Zeitrahmens mit festgelegten Abständen zwanglos auf die Strecke.

 


Gruppenstart
Kleine Gruppen von ca. 2-5 Reitern gehen gemeinsam an den Start. Die nächste Gruppe startet zeitlich verzögert.

 


Höchstzeit
Maximale Reitzeit in Minuten, wie lange man höchstens brauchen darf, um den Wettbewerb in der Wertung zu beenden.

 


Konditionspreis
Die Tierärzte können das Pferd, welches den besten Eindruck macht und im ersten Drittel bzw. unter den ersten 10 platziert ist, mit dem Konditionspreis auszeichnen.

 


Leistungsklassen
Bei Wertung nach Leistungsklassen werden die Teilnehmer in maximal vier Leistungsklassen platziert, je nach ihrer Reitzeit, z.B.

  • bis T 5,5: LK 1
  • T 5,5 – T 6,5: LK 2
  • T 6,5 – T 8,0: LK 3

Eine Plazierung innerhalb der Leistungsklassen findet nicht statt. Zum Erreichen der LK 1 darf kein schnelleres Tempo als T 5,0 gefordert werden. Reiter mit schnellerer Zeit werden im Regelfall nicht platziert oder zurückgestuft.

 


Massenstart
Gemeinsamer Start aller Reiter.

 


Meldestelle
Hier meldet man sich nach der Ankunft am Veranstaltungsort beim Veranstalter an und zahlt die noch offenen Gebühren. Hier erhält man auch die Streckenkarte und die Checkkarte.

 


Nachnenngebühr
Nennt man nach Ablauf der Nennfrist, muss man die auf der Ausschreibung angegebene Nachnenngebühr zahlen.

 


Nachuntersuchung
Die Nachuntersuchung ist die tierärztliche Untersuchung der Pferde nach dem Distanzritt. Sie ist bei Einführungswettbewerben, kurzen und mittleren Wettbewerben nach 2 Stunden, bei langen Distanzwettbewerben innerhalb von 30 Minuten nach Zielankunft (frühe NU) oder am Folgetag. Die Art der Nachuntersuchung steht in der Ausschreibung. Nur Pferde, die die Nachuntersuchung bestehen, können in die Wertung kommen.


Nenngeld
Muss mit der Nennung gezahlt werden.

 


Nennung
Die Nennung muss ausgefüllt an den Veranstalter geschickt werden. Gleichzeitig ist das Nenngeld zu entrichten, ohne welches die Nennung ungültig ist.

 


NU
Abkürzung für Nachuntersuchung

 


Paddock
Vor und nach dem Wettbewerb werden die Pferde in der Regel in Paddocks auf einer Wiese untergebracht. Diese muss man selbst aufbauen. Paddockmaterial (Zaunstangen, Litze, ggf. Stromgerät) ist mitzubringen.

 


Pause
siehe Rittunterbrechungen

 


Pferdeunterbringung
Die Pferde werden vor und nach dem Wettbewerb entweder in Paddocks oder Boxen untergebracht. Häufiger ist die Unterbringung im Paddock.

 


Pulsgrenzwerte
Die Pulswerte beim Pferd werden bei jedem Distanzritt oder –Fahrt von Tierärzten oder Puls/Atem-Helfer (P/A-Helfer) kontrolliert. Die Pulswerte werden bei der Voruntersuchung, bei den Rittunterbrechungen und der Nachuntersuchung kontrolliert. In der Regel beträgt der Pulsgrenzwert 64 Schläge, kann vom Veranstalter aber herabgesetzt werden. In diesem Fall muss das aber vorher bekanntgegeben werden.

 


Radarfalle
siehe Rittunterbrechungen

 


Rittunterbrechungen
Anzahl, Art und Länge der Rittunterbrechungen werden in der Ausschreibung (außer unangekündigte Kontrollen) genannt.
Arten der Rittunterbrechung:

  • Vet-Check: Es kann weiter geritten werden, wenn die Pulsgrenzwerte erreicht sind. Sind die Pulsgrenzwerte innerhalb 20 Minuten nicht erreicht, führt dies zum Ausschluss. Außerdem kann das Gangwerk kontrolliert werden.
  • Vet-Gate: Die Zeit wird genommen, wenn man in die Kontrolle reitet. Die Pause beginnt, wenn die Pulsgrenzwerte erreicht sind. Die Zeit vom Eingang bis zum Erreichen Pulsgrenzwerte zählt als Reitzeit ab. Sind die Pulsgrenzwerte innerhalb 20 Minuten nicht erreicht, führt dies zum Ausschluss. Außerdem werden das Gangwerk und weitere Parameter, wie Kapillarfüllzeit, Hautfalte und gegebenenfalls Sattel- und Gurtlage kontrolliert.
  • Pause: Der Puls wird gemessen beim Eingang und innerhalb von 20 Minuten müssen die Pulsgrenzwerte erreicht sein. Die Pause beginnt, wenn man in den Stop reinkommt. Sind die Pulsgrenzwerte innerhalb 20 Minuten nicht erreicht, führt dies zum Ausschluss. Außerdem werden das Gangwerk und weitere Parameter, wie Kapillarfüllzeit, Hautfalte und gegebenenfalls Sattel- und Gurtlage bei der 2. Pulsmessung kontrolliert.
  • unangekündigten Kontrollen (bzw. „Radar-Fallen“: sind nicht auf der Streckenkarte eingezeichnet. Hat das Pferd bei Erreichen der Kontrollen den Pulsgrenzwert von 72 erreicht, darf man weiterreiten. Ansonsten hat man 10 Minuten Zeit, auf diesen Wert zu kommen, bzw. 20 Minuten, um auf 64 zu kommen. Schafft man das nicht, führt dies zum Ausschluss.

 


Start
Es gibt verschiedene Arten des Starts:

  • Einzelstart
  • Gruppenstart
  • gleitender Start
  • Massenstart

Die Art des Starts wird in der Ausschreibung bekanntgegeben.

 


Streckenkarte
Wird an der Meldestelle ausgegeben und ist verbindlich.

 


Tempo
Die Zeit in Minuten, die man braucht, um 1km zu reiten. T6 bedeutet, dass man für einen Kilometer 6 Minuten braucht.

  • T3 = 20km/h
  • T4 = 15 km/h
  • T5 = 12 km/h
  • T6 = 10 km/h
  • T7 = 8,6 km/h

Ist in der Ausschreibung keine Angabe gemacht, so ist der Ritt Tempo frei, d.h. man kann so schnell reiten, wie man möchte, so lange das Pferd durch alle Kontrollen kommt.

 


Tempobegrenzt
Ist ein Ritt tempogebrenzt, heißt das, dass man nicht schneller als das angegebene Tempo reiten darf bzw. dass man dadurch keine Vorteile hat. Oft ist das z.B. T6.

 


Tierarztuntersuchungen
Die Pferde werden aus Tierschutzgründen vor (Voruntersuchung), während (Rittunterbrechungen) und nach (Nachuntersuchung) einem Wettbewerb untersucht. Ist das Pferd nicht reittauglich, führt dies zum Auschluss. Kontrolliert werden Schleimhäute, Kapillarzustand, Sattel- bzw. Geschirrlage, Flüssigkeitshaushalt, Darmgeräusche, Muskeltonus, Gangwerk und Gesamteindruck. Beim Distanzritt- oder Fahrt sind die Entscheidungen der Tierärzte, die als Richter fungieren, unanfechtbar. Wichtig ist, dass die Pferde bei den Untersuchungen kontrollierbar sind. Ein unerzogener Hengst kann viel Schaden anrichten und ist ein Grund, das Pferd zu eliminieren.

 


Transportfreigabe
Alle teilnehmenden Pferde müssen vor dem Abtransport die Transportfreigabe des Tierarztes abwarten. Wann die Transportfreigabe erteilt wird, steht in der Ausschreibung.

 


Trosser
betreut Pferd und Reiter auf der Strecke, in dem er ausgesuchte Punkte (Trosspunkte / Crewpunkte) anfährt und Pferd und Reiter mit Wasser und Verpflegung versorgt. Trosser sollten gut Karte lesen können und ein dickes Fell haben.

 


unangekündigte Kontolle
siehe Rittunterbrechungen

 


VDD-Nichtmitgliederabgabe
Ist man kein Mitglied im VDD, muss man zusätzlich zu den anderen Gebühren eine Nichtmitgliederabgabe zahlen. Diese beträgt bei bei Einführungsritten/fahrten 5 Euro, bei kurzen und mittleren Distanzen 10 Euro, bei langen Distanzen 20 Euro.

 


Vet-Check
siehe Rittunterbrechungen

 


Vet-Gate
siehe Rittunterbrechungen

 


Vorbesprechung
Hier werden vom Veranstalter alle offenen Fragen beantwortet, die Strecke wird durchgesprochen und auf Besonderheiten hingewiesen. Sie ist meist am Abend vor dem Wettbewerb oder am Morgen des Wettkampftages. Der Zeitpunkt wird in der Ausschreibung bekanntgegeben.

 


Vortraben
Bei den Tierarztuntersuchungen wird das Gangwerk durch Vortraben begutachtet. Man geht erst mal ein paar Schritte im Schritt, dann antraben, durchparieren, wenden. Wenn man wieder auf der geraden Linie ist antraben und am Ende wieder durchparieren zum Schritt. Beim Wenden ist zu beachten, dass das Pferd innen läuft.

 


Voruntersuchung
Das Pferd ist ohne Sattel, Geschirr oder Bandagen nur mit Halfter oder Trense vorzuführen. Identität und Mindestalter sind festzustellen. Vollständige Untersuchung des Pferdes: Insbesondere von Rücken, Sattel- und Gurtlage, Hufen und Hufschutz, Kreislauf und metabolischem Zustand, Herz und Atmung, sowie Gangwerksuntersuchung einschließlich Vortraben möglichst auf festem und ebenem Boden.

 


VU
Abkürzung für Voruntersuchung

 


Weide- bzw. Stallgeld
Der Veranstalter kann für die Pferdeunterbringung in Paddocks oder Boxen eine Gebühr nehmen.

 


Ziel
Im Ziel werden die Pulswerte beim Eingang und innerhalb von 20 Minuten gemessen. Die Pulsgrenzwerte müssen erreicht sein.