Am 11. Juli 2026 findet im Rahmen der Striegistaldistanz die Deutsche Meisterschaft (DM) im Distanzreiten statt.

Nico Helta mit White Pablo, DM-Gewinner 2025 (Foto: Sophie Fabianski)

Die Meisterschaft führt über 160 km und wird sowohl als CEN als auch als CEI3* ausgetragen.

Der Unterschied:
🔹 CEN ist ein nationaler Wettbewerb nach deutschem Reglement.
🔹 CEI3* ist ein internationaler FEI-Wettbewerb, für den eine entsprechende FEI-Qualifikation erforderlich ist.

Für beide Wertungen gelten unter anderem folgende Voraussetzungen:
🐴 Mindestalter der Pferde: 8 Jahre
👤 Mindestalter der Reiterinnen und Reiter: 18 Jahre
✅ Pferd und Reiter/in müssen bereits erfolgreich Distanzritte über 80 km und 120 km absolviert haben.

Darüber hinaus gelten weitere Zulassungsvoraussetzungen, die der Ausschreibung zu entnehmen sind.

In den nächsten Tagen stellen wir euch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft 2026 vor. 🐎🇩🇪

Tatjana Stammen mit Vision

Tatjana Stammen mit Vision (Foto: )

Was bedeutet dir die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Distanzreiten 2026?
Ich freue mich unglaublich darüber, dieses Jahr nochmal mit meiner Stute Vision teilnehmen zu können. Sie ist mittlerweile 18 Jahre und kontinuierlich mit nicht nachlassender Begeisterung auf LDRs unterwegs. Dafür bin ich sehr dankbar!

Wie hast du dich und dein Pferd auf die Striegistaldistanz vorbereitet?
Letztes Jahr nach der DM hatte sie eine verdiente Pause und wurde dann den restlichen Sommer nur noch aus Spaß bewegt. Im Dezember gab es dann einen Wanderritt im Münsterland und im März dann der erste Ritt diesen Jahres in Stuhr. Ansonsten waren wir neben den bekannten bergigen Runden im Sauerland mehrfach in der Eifel unterwegs sowie noch auf der Weserberglanddistanz.  Zusätzlich versuche ich regelmäßig mit ihr auf dem Platz etwas zu machen.

Und was war bei der Vorbereitung die größte Herausforderung?
Bei der Vorbereitung speziell für die DM war die größte Herausforderung terminlich im Job bei mir, aber auch bei meinen Trossern alles unter einen Hut zu bekommen. Dabei dreht sich natürlicherweise alles um meine Stute und ich muss aufpassen, mir nicht zu viele Sorgen darum zu machen, was alles schief gehen kann!

Wie würdest du Beziehung zwischen dir und deinem Pferd beschreiben?
Da Vision und ich seit 17 Jahren unser Leben miteinander verbringen ist es weit mehr als nur Sport oder Freizeitvertreib- es ist eine echte Freundschaft und vertrauensvolle Partnerschaft, in der wir durch dick und dünn gehen. Im Vordergrund steht die pure Freude an der gemeinsamen Zeit und schönen Momenten miteinander.

Worauf kommt es für dich bei Distanzritten am meisten an?
Bei einem Distanzritt kommt es mir vor allem auf eines an: das Gefühl zu haben, dass mein Pferd mit echter Freude läuft. Dabei achte ich genau darauf, dass das Tempo und wie ich sie reite perfekt zu ihrem aktuellen Trainingszustand passt und wir uns nicht zu sehr von der Dynamik mitreißen lassen, denn ihre Gesundheit steht an allererster Stelle!

Was war das bisher prägendste Erlebnis in deiner Distanzreit-Karriere?
Unvergesslich bleibt für mich die DM auf der schwäbischen Alb. Die Landschaft war traumhaft und Vision lief so zufrieden im für uns perfekten, konstantem Tempo. Trotz der ganzen Aufregung, die so eine Teilnahme mit sich bringt, war es ein unglaublich entspannter und harmonischer Ritt, der mir immer im Gedächtnis bleiben wird.

Welche kleine Gewohnheit hilft dir vor jedem Distanzritt, ruhig zu bleiben?
Meine größte Stütze für die innere Ruhe direkt vorm Ritt ist mein Pferd, denn sie spiegelt mich total. Bleibe ich ruhig, ist sie es auch und umgekehrt! Meine Trosser und ich sagen uns dann, dass schon alles klappen wird, solange wir als Team unser Ding durchziehen!

Wenn dein Pferd heute sprechen könnte — was würde es dir vor dem Start sagen?
Deswegen würde mir Vision vorm Start sagen: ” Vertrau mir einfach, alles wird gut.” Oder alternativ, dass sie nochmal eben pinkeln muss, das kam auch schon vor:-).

Daniela Beukenbusch mit Khinzhal

Daniela Beukenbusch mit Khinzhal (Foto: Gerhard Hintz)

Was bedeutet dir die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Distanzreiten 2026?
„Come Back“ von Khinzhal!
Khinzhal habe ich bereits letztes Jahr auf die DM vorbereitet, und wollte unbedingt bei Franzi starten! Nach einer schweren Verletzung im Herbst/Winter letzten Jahres, habe ich nicht damit gerechnet überhaupt starten zu können.
ABER Khinzhal ist fit, und hat enormen Laufwillen. Also darf er! So war es schließlich der Plan, und offensichtlich hat er ihn nicht vergessen. Wie weit wir kommen? Keine Ahnung! Dabei sein ist für mich alles! Jeden Kilometer werde ich genießen!

Wie hast du dich und dein Pferd auf die Striegistaldistanz vorbereitet?
Reiten, reiten, reiten.

Was war bei der Vorbereitung die größte Herausforderung?
Zeit! Khinzhal kommt aus einer Verletzungspause. Hat sich aber zum Glück extrem schnell erholt und er möchte unbedingt wieder auf die Strecke. Khinzhal ist ein Kabardiner, d.h. ein Gebirgspferd aus dem Kaukasus, dazu noch ein Rappe – wir trainieren deshalb etwas angepasst.

Wie würdest du Beziehung zwischen dir und deinem Pferd beschreiben?
Innig! Khinzhal haben wir sehr jung bekommen. Alles was er kann, oder eben nicht 😊 hat er von mir gelernt, oder eben auch nicht… Ich fühle mich ihm sehr verbunden.
Nach seiner schweren Verletzung ist das Verhältnis noch einmal intensiver geworden.
Wir sind sehr froh, dass er überhaupt noch im Stall steht, und dass er dazu wieder so reitbar und leistungsbereit ist, ist für mich ein unbeschreibliches Gefühl! Und ein kleines Wunder!

Worauf kommt es für dich bei Distanzritten am meisten an?
Teamarbeit! Als 1. das Team Pferd-Reiter – Aber, einen LDR kann man mit einem guten Tross-Team viel besser bestreiten. Pferd und Reiter sind dann deutlich besser versorgt! Ein guter Ritt ist m.E. immer Team-Leistung!
Da ich selber oft trosse, weiß ich die Leistung unserer Trosser SEHR zu schätzen! Und freue mich extrem über jeden, der uns unterstützt.

Was war bisher prägendstes Erlebnis in deiner Distanzreit-Karriere?
Es gibt einfach so viele grandiose Ritte! 120km auf der Weserbergland, Nachtstart in der Heide, KDR-Ritte mit den Jungpferden, die ersten 104km (mit meinem Andalusier). Stuhr, eine feste Instanz, Eifel-Rotte mit ihren tollen Wegen, Abachsmühle – so liebevoll organisiert. Usw. usw..
Jeder Ritt prägt, auf seine Weise! Und bei jedem km lernt man noch dazu.
Wenn ich mich entscheiden müsste: Die schwäbische Alb! 5 Tage, 351km, und einfach ein grandioser Ritt! Immer ein Erlebnis und immer eine Reise wert! Khinzhal ist auf diesem Ritt quasi groß geworden! Ich liebe MTR-Ritte, je mehr, desto besser! Mein Slogan „Was ist schöner als reiten? Mehr reiten!“

Welche kleine Gewohnheit hilft dir vor jedem Distanzritt, ruhig zu bleiben?
Organisation! Team, Gate usw. wenn alles strukturiert ist, hilft mir das sehr.

Wenn dein Pferd heute sprechen könnte — was würde es dir vor Start sagen?
„Lass mich, ich kann das!“ (…und ich hoffe sehr, dass er Recht hat!)

Archie Jürgen Deneke mit Evo

Archie Jürgen Deneke mit Evo (Foto: Gerhard Hintz)

Was bedeutet dir die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Distanzreiten 2026?
Eine DM Teilnahme bedeutet mir immer sehr viel. Beizutragen, dass es ein großes Starterfeld geben wird. Das man viele nette Leute trifft, dass es einen richtigen Wettbewerb gibt, deshalb gehört es sich einfach dabei zu sein. Dieses Jahr stimmt auch alles wieder: Internationale Standards, schöne Strecken und ein Veranstalterteam, dass weiß was es tut.

Wie hast du dich und dein Pferd auf die Striegistaldistanz vorbereitet?
Vorbereitet sind wir wie immer – bestmöglich. Obwohl es ja nicht soo viele Höhenmeter gibt, haben wir trotzdem Berge trainiert. Außerdem viel Intervalltraining um die Recoverytime zu verbessern.

Was war bei der Vorbereitung die größte Herausforderung?
Die größte Herausforderung waren die letzten Wochen mit der Hitze und den Bremsen. Da hilft nur früh aufstehen….

Wie würdest du Beziehung zwischen dir und deinem Pferd beschreiben?
Evo ist ein 18jähriger Kabardiner, und wir haben eine Menge gemeinsam erlebt. Wir haben uns gemeinsam ausgebildet. Es gab Knochenbrüche und Pokale. Wanderritt in den Dolomiten, Strandurlaub auf Norderney, CEIs in ganz Europa und die vielen MTRs. Wir kennen uns in- und auswendig…

Worauf kommt es für dich bei Distanzritten am meisten an?
Anzukommen in der Wertung, die Aufgabe bestmöglich zu meistern – alles nicht um jeden Preis! Das Pferd geht immer vor. Die Leistungsfähigkeit richtig einzuschätzen, bei Regen oder Sonne…

Was war bisher prägendstes Erlebnis in deiner Distanzreit-Karriere?
Von der Teilnahme an den DMs ist schon einiges hängengeblieben. Ich fand die Starts im Ausland prägend, weil da immer so viel mehr Teilnehmer auf LDR sind. Für uns sind außerdem die Mehrtagesritte die schönsten Erfahrungen. Da hat man einfach noch mehr davon und darf noch mehr reiten.

Welche kleine Gewohnheit hilft dir vor jedem Distanzritt, ruhig zu bleiben?
Da hab ich nichts. Ich bin vor und am Start eigentlich immer ganz ruhig. Das sieht man meinen Pferden nicht immer an.

Wenn dein Pferd heute sprechen könnte — was würde es dir vor Start sagen?
Das kann ich nicht sagen. Er ist morgens immer hochmotiviert! Ich kann mir höchstens vorstellen, was er vor dem letzten Loop denkt…

Norbert Krisch mit Victory Kossack

Norbert Krisch mit Victory Kossack (Foto: Gerhard Hintz)

Name: Norbert Krisch | Heimat: Die Eifel
Pferd: Victory Kossack | 11 Jahre | Vollblutaraber | Wallach | Fuchs
Vater: Marwan | Mutter: Vydumka by Madiar

Ich lebe mit meinen Pferden in der Eifel – direkt hinterm Haus, quasi mit Blick aus der Küche. Pferde begleiten mich schon mein Leben lang, und das Distanzreiten ist für mich wie ein Kurzurlaub: raus aus dem Alltag, rein in ein Abenteuer.

Was bedeutet dir die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Distanzreiten 2026?
2026 bin ich wieder dabei – als Wiederholungstäter.  Nach dem ersten 100-Meiler im letzten Jahr dachte ich kurz: einmal gemacht, gut ist. Aber diese Strecke lässt einen einfach nicht los. Sich gemeinsam durchzuquälen und es dann gemeinsam zu schaffen – das war das prägendste Erlebnis meiner Distanzreit-Karriere. Das kann man kaum in Worte fassen. Die DM ist eine tolle Veranstaltung – aber sie steht ehrlich gesagt nicht im Vordergrund. Was zählt, ist dass wir beide gesund durch die Strecke kommen. Alles andere ist Bonus.

Wie hast du dich und dein Pferd auf die Striegistaldistanz vorbereitet? Und was war bei der Vorbereitung die größte Herausforderung?
Die Vorbereitung lief über einen langen Zeitraum, kontinuierlich und mit viel Organisation drumherum. Die größte Herausforderung war schlicht die Zeit – für Training und alles, was rund ums Pferd dazugehört. Aber es hat geklappt und wir fühlen uns bereit.

Wie würdest du Beziehung zwischen dir und deinem Pferd beschreiben?
Victor ist ein richtig guter Kumpel – wir vertrauen uns, und das ist das Fundament von allem. Er ist freundlich, fein zu reiten, und wird mit jedem Kilometer wacher und konzentrierter. Nach so vielen gemeinsamen Stunden im Sattel reicht oft ein Gedanke – und er setzt ihn um. Diese stille Kommunikation zwischen uns ist für mich das Besondere an unserem Sport.

Welche kleine Gewohnheit hilft dir vor jedem Distanzritt, ruhig zu bleiben?
Ein Rezept für Ruhe vor dem Start gibt es nicht. Ein bisschen Aufgeregtheit gehört dazu – und das ist auch gut so.

Wenn dein Pferd heute sprechen könnte — was würde es dir vor dem Start sagen?
Und wenn Victor sprechen könnte? Er würde wohl sagen: „Wir nehmen erstmal alles so wie es kommt.” Genau so machen wir das. Schritt für Schritt, ganz in unserem Rhythmus.

Sabine Wippermann mit Belissima

Sabine Wippermann mit Belissima (Foto: Mareike Bartels)

Ich heiße Sabine Wippermann und starte bei der DM 2026 mit meiner 14-jährigen Warmblutstute Belissima.

Was bedeutet dir die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Distanzreiten 2026?
Für uns ist es bereits der vierte Start bei einer DM und trotzdem ist es jedes Jahr etwas ganz Besonderes.

Wie hast du dich und dein Pferd auf die Striegistaldistanz vorbereitet? Und was war bei der Vorbereitung die größte Herausforderung?
Wir haben in diesem Jahr bewusst auf etwas härteren Böden und mit mehr Höhenmetern trainiert. Gar nicht so einfach, wenn man aus dem norddeutschen Flachland kommt. Daher haben wir bereits in der Winterarbeit den Fokus auf Springtraining gelegt, um die Kraftausdauer der Hinterhand zu fördern.

Wie würdest du Beziehung zwischen dir und deinem Pferd beschreiben?
Wir sind ein sehr gutes Team. Belissima ist ein sehr spezielles Pferd und braucht lange bis sie Vertrauen zu einem Reiter fasst. Fremde Reiter toleriert sie meist nicht auf ihrem Rücken. Hat man sie jedoch erstmal auf seiner Seite würde sie für Ihren Reiter durchs Feuer gehen.

Worauf kommt es für dich bei Distanzritten am meisten an?
Teamwork makes the dream work. Insbesondere bei längeren Ritten kann mein Pferd noch so gut trainiert sein ohne mein Team funktioniert es nicht.

Was war das bisher prägendste Erlebnis in deiner Distanzreit-Karriere?
Mein Highlight war der zweite Platz bei der DM 2024 in Rotenburg, wo wir auch noch den Best-Condition bekommen haben.

Welche kleine Gewohnheit hilft dir vor jedem Distanzritt, ruhig zu bleiben?
Ich spreche immer am Abend vorher nochmal mit meinem Team den Plan für den nächsten Tag durch, um möglichst gut vorbereitet zu sein.

Wenn dein Pferd heute sprechen könnte — was würde es dir vor dem Start sagen?
Belissima würde vermutlich sagen: LETS GO. Sie kann es immer kaum erwarten endlich laufen zu dürfen.

Cornelia Weidlich mit Mesczallah Giseh

Cornelia Weidlich mit Mesczallah Giseh (Foto: Miriam Lewin)

Hallo, mein Name ist Cornelia Weidlich, ich bin 50. Jahre alt und lebe mit meinem Mann in Nauen (Brandenburg). Wir halten unsere 4 Pferde direkt hinter dem Haus in Offenstallhaltung. Meinen ersten Distanzritt bin ich 2006 mit meiner mittlerweile 25 jährigen Welsh Cob Mix Stute Zenobia geritten. An der DM werde ich mit meinem 18 jährigen Vollblutaraber Mesczallah Giseh teilnehmen. Ihn habe ich seitdem er 3 Jahre alt ist.

Was bedeutet dir die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Distanzreiten 2026?
Mein Traum war es schon immer, einmal einen Hundertmeiler zu reiten und einmal an einer Deutschen Meisterschaft teilzunehmen. Da ich, um national starten zu können, keine 75 kg auf die Waage bringen muss und die DM dieses Jahr hier im Osten stattfindet, freue ich mich sehr, daran teilnehmen zu können.

Wie hast du dich und dein Pferd auf die Striegistaldistanz vorbereitet? Und was war bei der Vorbereitung die größte Herausforderung?
Ich trainiere über Distanzritte, Training zuhause und Gymnastizierung auf dem Platz. Ich selbst mache Workouts und Yoga.

Worauf kommt es für dich bei Distanzritten am meisten an?
Das ich immer auf mein Bauchgefühl höre und mit einem fitten und gesunden Pferd ins Ziel komme. Ein schöner Nebeneffekt bei den Ritten ist, nette Menschen kennen zu lernen die dasselbe Hobby mit einem teilen und wunderschöne Landschaften zu entdecken.

Was war das bisher prägendste Erlebnis in deiner Distanzreit-Karriere?
Es gibt natürlich viele prägende Erlebnisse, aber ein Highlight war letztes Jahr die Heidedistanz, unser erster Hundertmeiler, der mit dem 1. Platz und dem Best Condition belohnt wurde.

Welche kleine Gewohnheit hilft dir vor jedem Distanzritt, ruhig zu bleiben?
Was mich immer am meisten beruhigt, ist zu wissen das mein Mann dabei ist, weil wir in den vielen Distanzjahren ein eingespieltes Team geworden sind.